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An der Schnittestelle von Kunst und Sozialforschung …

Jun 15 2015 Published by under Jürgen Kreft

… bewegen sich die Arbeiten von Koki Tanaka. Der 1975 in Tochigi (Japan) geborene Künstler initiiert weltweit auf kluge Weise kollektive Aktionen, in denen die Mitwirkenden darauf angewiesen sind, sich auszutauschen und Regeln der Zusammenarbeit zu entwickeln. Was geschieht, wenn wir aufgefordert werden, mit neun Kolleginnen und Kollegen einer Frau die Haare zu schneiden, zu fünft ein Gefäß zu töpfern oder an einem Klavier gemeinsam zu improvisieren? Entsteht so etwas wie „Gemeinsinn“?

Oder: wie verhalten wir uns in Ausnahmesituationen? Was tun wir, wenn die Lage „prekär“ wird, technische und soziale Systeme versagen und wir zusammen mit anderen etwas lösen müssen oder vielleicht auch an der Herausforderung scheitern können?

„Auf gewisse Art und Weise“ so fasst Koki Tanaka es in einem Interview zusammen, „haben alle Aktionen, die ich organisiere, damit zu tun, wie wir unsere Erfahrungen mit anderen teilen können. Wir sind alle verletzbar, wenn wir mit anderen konfrontiert werden, mit denen wir nichts teilen können. Aber wir versuchen immer, anderen etwas zu vermitteln.“

Koki Tanaka ist Künstler des Jahres 2015 der Deutschen Bank – ja, ja ich weiß, das sind die mit den Skandalen. Die Ausstellung in Berlin ist leider schon beendet aber das Internet hilft: www.kktnk.com (j.k.)

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